Ant(igone)

Ant(igone)

Ein Mensch tritt aus Versehen auf eine Ameise.

Zu seinem Erstaunen beginnt eine andere Ameise zu sprechen. Ihr Name ist Antigone. Sie wurde von ihrer Kolonie entsandt, um die Menschheit zu erforschen, und entwickelt als Ameisen-Forscherin einen Intelligenztest für unsere Spezies. Indem sie den Menschen in einen improvisierten sokratischen Dialog verwickelt, versucht sie herauszufinden, ob Menschen für ihr Handeln überhaupt zur Verantwortung gezogen werden können.

Sind Menschen intelligent – und somit verantwortlich für das, was sie tun?

Oder sind sie schlichtweg nicht fähig genug, um zur Rechenschaft gezogen zu werden? Müssten Ameisen die Menschheit in diesem Fall unter Vormundschaft stellen?

Diese kurze Szene (ca. 6 Minuten) bindet eine Echtzeit-KI (Gemini) ein, die als Stimme von Antigone auftritt. Das Stück erkundet ein seltsames Dilemma: Wie messen wir die Intelligenz einer Spezies, die womöglich weitaus intelligenter ist als wir selbst?


Performance „Ant(igone“) von Gunter Lösel beim RobotFringe Festival auf der ICSR in London, 2. July 2026
im Rahmen der 18. International Conference on Social Robotics (ICSR + Art 2026) vom 1. bis 4. Juli 2026 an der University of London.